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Die Geschichte der Tinte

Die Geschichte der Tinte

Inhaltsangabe:

1. Was bedeutet Tinte eigentlich und was ist alles in ihr enthalten?
2. Wer kennt die Legende um Luther nicht? Der Wurf mit dem Tintenfass
3. Die Geschichte der Tinte im Zeitraffer
4. Tintenherstellung und Verbesserungen Ihrer Widerstandsfähigkeit
5. Die Entwicklung von farbiger Tinte
6. Farbigkeit von Tinten
7. Verwendung in der bildenden Kunst
8. Bedeutung in der Bestandserhaltung
9. Von Eisengallus- Tinten bis zum Füllfederhalter und ein Fazit
10. Tintenarten
          10.1 Tinten mit löslichen Farbmitteln
          10.2 Tinten mit unlöslichen Farbmitteln
          10.3 Sonstige Tinten
11. In der Tinte sitzen wie Struwwelpeter

1. Was bedeutet Tinte eigentlich und was ist alles in ihr enthalten?

Als Tinte (lateinisch tincta [aqua] „gefärbtes Wasser“) bezeichnet man eine intensiv gefärbte Flüssigkeit zur Verwendung in Federkielen, Pinseln oder Füllfederhaltern. Es stammt vom lateinischen Verb „tingere“ ab, was soviel bedeutet wie „färben“.

Neben dem manuellen Auftragen beim Schreiben, in der Kalligrafie oder beim Zeichen sind auch automatisierte Tintenstrahlverfahren von zunehmender Bedeutung in der Textverarbeitung oder Warenauszeichnung. Tinte besteht meist aus einer Lösung oder Dispersionen von Farbmitteln in Wasser oder anderen Lösungsmitteln, die wenig oder kein Bindemittel enthalten. Bei Tusche handelt es sich um eine spezielle Form von Tinte, die sich durch eine sehr kräftige Farbe auszeichnet und häufig ein Bindemittel enthält.

Welche Entwicklungen die Tinte im Laufe der Zeit durchgemacht hat, wie ihre Geschichte infolge ihrer Zugehörigkeit zum Schriftwesen ein Stück der Kulturgeschichte darstellt und ihren immensen Nutzen für die Menschheit– das wird dieser Rückblick in die Vergangenheit andeuten und diesen magischen Stoff ins Detail erklären.

Tinte königsblau

2. Wer kennt die Legende um Luther nicht? Der Wurf mit dem Tintenfass

Seit seiner Kindheit wurde Luther von Teufeln, bösen Geistern und Dämonen belästigt ...
Er berichtet auch in späteren Zeiten häufig von derlei Ereignissen, vor allem in der Einsamkeit der Wartburg nahmen die Ängste vor solchen Angriffen stark zu. Luther schrieb ihnen seine Depressionen und Stimmungsschwankungen zu.

Die Begründung für die ständige Angst vor dem Satan kann in der spätmittelalterlichen Religiösität im Elternhaus und während der Ausbildung gesehen werden.
Luther wehrte sich gegen die ständigen Anfeidungen durch Gebet, "fröhliches Singen" oder auch rigoroser - durch den Wurf mit dem Tintenfaß - Luther soll sich, des Nachts durch den Teufel geweckt, mit einem beherzten Wurf mit dem Tintenfäßchen gegen den Satan verteidigt haben.
Luther selbst berichtet, dass er auf der Wartburg vom Teufel belästigt worden sei. Seine Aussage aber, er habe "den Teufel mit Tinte vertrieben", wird heute jedoch eher auf Luthers Bibelübersetzuhng bezogen, als auf die nächtlichen Kämpfe auf der Wartburg.

Der Tintenfleck, der im letzten Jahrhundert noch in der Lutherstube auf der Wartburg zu sehen war, scheidet als Beweismittel jedoch aus - es gibt nicht wenige Berichte, nach denen der Fleck in den letzten Jahrhunderten oftmals nachgebessert, neu angebracht und nachgefärbt worden sein soll ...

Tinten & Federhalter

3. Die Geschichte der Tinte im Zeitraffer

Bereits in der jüngsten Menschheitsgeschichte kommunizierten die Menschen in über 3000 Sprachen miteinander, ohne davon Aufzeichnungen anzufertigen. Zeichen wurden an Höhlenwände gemalt, in Stein gehauen oder in Bäume geritzt und die frühen Hochkulturen standen in ihrer Blüte. Ebenso wie die höhere Kultur ohne ihre eigene Schreibkunst nicht denkbar wäre, die imstande ist ihre Errungenschaften aufzuzeichen, sodass sie vor dem Vergessenwerden bewahrt bleibt, der Mitwelt mitgeteilt und der Nachwelt erhalten und überliefert werden konnte – so kann auch die Schreibkunst als solches nicht hinreichend ohne geeignete Werkzeuge ausgeübt werden.

Dadurch, dass man komplexe Gedankengänge zu entwickeln vermochte und sich diese in Form von Schrift materialisieren konnten, also greifbar wurden, war eine umfassende kulturelle Entwicklung der Menschheit möglich geworden. Die Erfindung der Schrift kann daher als größte Leistung des menschlichen Geistes gesehen werden.
Die Felsen und Steine, in welche die alten Germanen ihre alten Runen eingruben, die Ziegelsteine und Tongefäße der Assyrer mit ihren Keilschriften, die scheren Erzplatten der Ägypter und Israeliten, die Holz- und Wachstafeln der Phönizier und Greichen, die Blätter und Rinden der Inder, in welche diese Völker ihre Schriftzeichen oft unter Aufwendung langwieriger und harter Arbeit einmeißelten, schnitten, brannten und ritzten, waren nur in geringem Maße geeignet, die Kultur zu verbreiten und dadurch zu fördern. Symbole und Zeichen wurden in Holz, Stein, Ton, Metall, Elfenbein oder Wachs verewigt. Die Entwicklung von geschriebener Sprache veränderte nicht nur die Weitergabe von Informationen, sondern zog zahlreiche Erfindungen nach sich: Schreibgeräte, Tinten und Tinkturen helfen dem Menschen dabei, das Flüchtige festzuhalten.

Die Geschichte der Tinte reicht bis ins frühste Altertum zurück. Den genauen Zeitpunkt ihrer ersten Anwendung lässt sich dabei nicht mehr genau feststellen. Als die alten Ägypter ca. 5000 vor Christus lernten, Beschreibstoffe aus sehr dünnem und leichtem Material, wie Pergament und Papyrus, zu bereiten und mit einem flüssigen Schreibmittel und Binsen zu beschreiben, sodass die mühelos in kurzer Zeit hergestellten Schriftstücke wenig Raum einnahmen, sehr geringes Gewicht hatten und daher zu Hunderten und Tausenden sicher und bequem aufbewahrt, sowie leicht und schnell transportiert werden konnten, da war durch derartige technische Verbesserungen ein immenser Kulturfortschritt von höchster Bedeutung erreicht.

Die ersten Anzeichen für die Verwendung von Tinte fand man in den alten Hochkulturen der Ägypter und Chinesen. Ca. 3000 vor Christus existierten schwarze und rote Tinten im Alten Ägypten – sie wurden aus Ruß oder eisenoxydhaltigen Erden, Wasser und einem gummiähnlichen Bindemittel (Gummi arabicum) hergestellt. In Ägypten hat man Tintenschrift aus Ruß auf Papyrusrollen gefunden, die trotz des Alters von mehreren Tausend Jahren noch ihre Schwärze und vollen Glanz behalten hat, auf Mumiengewändern aber entdeckte man auch Schriften, die silber- und platinhaltig waren.

Auch die Chinesen haben schon früh geschrieben: Um 2600 vor Christus trugen sie dazu eine Art Lack mit einem Bambusstab auf. In Stangen gepresst rieb man diese Trockenfarbe so lange in Wasser, bis man damit schreiben konnte. Nach M. Jametel (L`encre de chine, X) ist der Erfinder der chinesischen Tinte Tien-Tschen, der unter der Regierung des Kaisers Houangti (2697 bis 2597 vor Christus) lebte. Der Hauptbestandteil dieser Schreibflüssigkeiten war in beiden Ländern Ruß. Erst um 1000 vor Christus wurde dieser Schreibstoff in Fernost durch Tusche (indische Tinte) ersetzt. Diese wurde aus dem Ruß von verbrannter Nadelholzkohle und Lampenöl hergestellt und, mit einem Leim aus Gelatine vermischt, in Stangen gepresst und getrocknet. Die Tuschestange wurde bei Gebrauch so lange mit Wasser verrieben, bis die gewünschte Deckkraft erreicht war, eine Methode, die sich bis heute in der Kalligrafie erhalten hat.

Eisengallus-Tinte und Tinten-Essenzen

 4. Tintenherstellung und Verbesserungen Ihrer Widerstandsfähigkeit

Unter den zahlreichen überlieferten Tintenrezepten finden sich auch einige, die aus dem Tintenfisch gewonnen wurden. „Sepia“ heißt der dunkelbraune Farbstoff, der heute noch aus der Tintenblase des gleichnamigen Meeresbewohners stammt. Nach dem Trocknen wird der Farbstoff im Mörser pulverisiert. Der daraus gewonnene braunschwarze Farbstoff wird nach deren Gattungsnamen sepia genannt und wird bis heute zur Färbung von Lebensmitteln verwendet. Zum Schreiben rührt man das Pulver mit Regenwasser und dem Bindemittel „Gummi Arabicum“ an. Sepiatinte war jedoch in Europa nicht überall bekannt, erst der römische Autor Cicero (106 bis 43 vor Christus) berichtete davon.

Eine Anreibung von Ruß und Gummi und Wasser verwendete man in Griechenland unter dem Namen (griechisch) Schreiberschwärze, in Italien als altramentum scriptorium neben der aus dem safte des Tintenfisches bereiteten Sepia-Tinte. Ruß- und Sepiatinten eigneten sich zum Schreiben auf Papyrus. Sie waren leicht abwaschbar, sodass der Schreibgrund wieder verwendet werden konnte. Federn aus zurechtgeschnittenem Schilfrohr waren damals das Schreibwerkzeug. Man hat daher mit Recht den Tintenverbrauch eines Volkes als Gradmesser seiner Kultur bezeichnet und anstelle der von Justus v. Liebig Seife die Tinte gesetzt: Ein Volk, das wenig schreibt, steht auf einer niederen Stufe der Bildung.
Den besten Ruß gewann man durch die Verbrennung des Öles, das aus dem Samen vom Dryanda cordate und Hanf gewonnen wurde. Dieser Ruß wurde mit tierischem Leim vermischt und mit Kampfer und Moschus parfümiert. Plinius empfiehlt den Tinten Absynth zuzugeben, um die Mäuse von der Tinte fernzuhalten. Er schreibt weiter, dass man Ruß aus den Öfen von Badestuben zum Bücherschreiben nimmt, das man aber auch Weinhefe und Elfenbein verkohle und diesen Ruß zum Schreiben mit Gummi verreibe.
Die für gewöhnlich angewendete schwarze Rußtinte haftete nicht fest auf Pergament und Papyrus, man konnte sie leicht abwaschen und abkratzen und machte sich das bei dem hohen Preise derselben zunutze, indem man das Schriftstück nach Entfernung der ersten Schrift nochmals beschrieb. Solche Handschriften nennt man bekanntlich Palimpsete, sie bilden oft die wertvollsten Stücke unserer Archive.

Leider aber sind viele dieser Stücke im Laufe der Zeit verblichen und vermodert, schwer leserlich geworden oder schon ganz zerfallen; das gleiche gilt auch für viele einfach beschriebene Handschriften. Da es sich hier oft um Dokumente von höchstem Geschichtswert handelt, die unersetzlich sind, wird hieraus schon die Wichtigkeit deutlich, welche der Dauerhaftigkeit der für Urkunden zu verwendeten Schreibmaterialien beizumessen ist.

Der Umstand, dass die Rußtinte nicht fest am Beschreibstoff haftete, leicht von selbst abbröckelte und bequem wieder entfernt werden konnte, war wohl neben ihrer mangelhaften Schreibfähigkeit der Hauptgrund, weshalb sie nach und nach der sich immer mehr einbürgernden Eisengallustinte weichen musste. Schon seit dem 3. Jahrhundert nach Christus wurde sie nach Angabe von Graux auf Pergament nur noch selten gebraucht und seit dem 15. Jahrhundert gewöhnlich nicht mehr benutzt.

Eine bedeutende Erfindung im 3. Jahrhundert vor Christus war die Herstellung der Eisengallustinte durch Abkochen von Galläpfeln mit Eisensulfat und anschließender Zugabe von Gummiwasser. Eisengallustinte gilt als besonders beständig und wird heute noch als dokumentenechte Tinte verwendet. Die Eisengallustinte kam im Mittelalter immer mehr in Aufnahme, wobei die Einführung des Papiers anstelle von Pergament und Papyrus sehr mitwirkte. Man begann bald Vorschriften zu ihrer Herstellung auszuarbeiten; gute Tinte war ein sehr gesuchter Artikel, um dessen Herstellung sich ganz besonders die Mönche, zu derern Beschäftigung ja auch vornehmlich schriftliche Arbeiten zählten, verdient machten.

Tintenkunst

5. Die Entwicklung von farbiger Tinte

Aber auch farbige Tinten waren im Gebrauch, besonders rote aus Minium für Überschriften und Anfangsbuchstaben und ferner die heilige Purpurtinte sacrum encaustum, die man aus dem Safte zweier Schneckenarten oder Conchylien, der Purpura oder Pelagia und dem Buccinum oder Murer gewann. Diese Tinte, deren Farbstoff wahrscheinlich Indigo war, durfte nur von den byzantinischen Kaisern benutzt werden, allen anderen war sie bei Todesstrafe verboten.

Eine sehr wichtige Rolle spielte auch im Altertum die Goldschrift und die Chrysographie oder Goldschreibekunst wurde zu einem ausgebreiteten Kunsthandwerk, das selbst von oströmischen Kaisern aus Liebhaberei eifrig ausgeübt wurde. Man schrieb auf Purpurpergament entweder die ganze Schrift mit Goldtinte, wie die heiligen Schriften der Juden für Ptolemäus Philadelphus, oder nur die Überschrift und den übrigen Text mit Silbertinte, wie zum Beispiel Ulfilas` Bibelübersetzung in dem berühmten Codex argenteus.
Bis 400 nach Christus wurde hauptsächlich auf Papyrus geschrieben. Dann entdeckte man die Vorzüge des Pergaments: Leder, bevorzugt feines Kalbsleder, wurde so penibel gegerbt und abgeschabt, bis es dünn und durchscheinend war. Es ließ sich beidseitig beschreiben und schluckte weder Farbe noch Tinte, sodass die ursprüngliche Färbung nicht verblich. Darüber hinaus war es haltbar, wetterfest und die einzelnen, beliebig großen Blätter konnten miteinander verschnürt werden - so entstand das Buch.

Bis zur Einführung von Papier im 13. Jahrhundert – die Chinesen hatten es bereits 100 vor Christus erfunden – blieb das Pergament der wichtigste Beschreibstoff. Mit ihm kam der praktischere Gänsekiel zum Einsatz. Er stammt in der Regel aus den ersten fünf Schwingfedern der Gans. Wegen ihres Schwungs liegen die Federn des linken Flügels Rechtshändern besonders gut in der Hand. Neue, auch farbige Tinten entstanden auf mineralischer, pflanzlicher und tierischer Basis. Die Alchemisten des Mittelalters experimentierten mit Ruß und pulverisierten Mineralien, Eiweiß und Wein. Doch die schwarze und wasserfeste Eisengallus- Tinte war bereits den Römern bekannt: Sie galt als Schreibmittel für die Ewigkeit.

Im Mittelalter wurden einige Rezepturen mit unterschiedlich farbigen Pigmenten entwickelt. So nutzte man Arsen (III)- sulfid, das mit Qucksilber umgesetzt wurde, um ein goldfarbenes Pigment zu erhalten. Die Verbreitung von Federkielen führte später zur Entwicklung der Dornrindentinte, die nicht so schnell eintrocknete wie Eisengallustinte und daher den Federkopf seltener verstopfte. Letztere blieb jedoch weiterhin vor allem für langfristige Dokumentationen und in Archiven die am häufigsten eingesetzte Rezeptur. Eine typische Tinte der Zeit vom 15. bis 18. Jahrhundert ist auch der Bister.

Mit der Entwicklung der modernen Chemie im 19. Jahrhundert wurde eine Vielzahl von Farbstoffen entdeckt und nach Möglichkeit auch zum Schreiben und Malen eingesetzt. Da wasserlösliche Farbstoffe jedoch oft nur eine geringe Lichtechtheit aufweisen und zudem leicht auswaschbar sind, entstanden bald Richtlinien für die Zusammensetzung von Tinten zum Erstellen von permanenten Dokumenten. So wurde 1856 erstmals ein Rezept für eine Eisengallus- Tinte veröffentlicht, deren Bestandteile erst nach dem Trocknen wasserunlöslich wurden und das einen künstlichen, wasserlöslichen Farbstoff enthielt, damit die Linien auch vor dem Eintrocknen sichtbar waren.

1855 begann August Leonardi mit der Fabrikation der Alizarintinte, als des ersten Repräsentanten der modernen Eisengallus- Tinte, und zehn Jahre später erschienen die Anilin- oder Teerfarbentinten auf dem Markte als eine der Errungenschaften, welche man der mächtigen Entwicklung der Teerfarbenindustrie zu verdanken hat. Aber auch der Dauerhaftigkeit der amtlichen Schriftstücke und der Möglichkeit ihrer Fälschung wurde im 19. Jahrhundert von maßgebenden Seiten Beachtung geschenkt.

So ließ die französische Regierung in der ersten Hälfte desselben umfangreiche Untersuchungen anstellen, um dadurch in den Besitz von Tinte und Papier zu gelangen, welche sowohl der Vergänglichkeit durch das Alter, als auch den oft vorkommenden Fälschungsversuchen gegenüber möglichste Sicherheit bieten sollten, und gegen Ende desselben Jahrhunderts hat auch die preußische Regierung Schritte getan, um den vorschnellen Verfall der Urkunden nach Möglichkeit zu verhindern.
 
Sie wurde hierzu durch Anregungen aus fachmännischen Kreisen veranlasst, und den Hauptanteil hieran hat die Firma August Leonardi. In mehreren Eingaben an den Reichskanzler und andere zuständige Reichs- und preußische Behörden hat dieselbe im Interesse der Dauerhaftigkeit der Dokumente um Einführung amtlicher Grundsätze für die Tintenprüfung ersucht, durch Ihre Chemiker eingehende Untersuchungen über die Chemie der Tinten nach streng wissenschaftlichen Grundsätzen ausführen und auf Grund derselben fachgemäße Methoden zur Prüfung der Tinten auf ihren dokumentarischen Wert veröffentlichen lassen.

verschiedene Tinten

6. Farbigkeit von Tinten

Die Farbe einer Tinte hängt von der Art des verwendeten Farbstoffs ab. In modernen Tinten kann praktisch jeder lösliche oder unlösliche Farbstoff verwendet werden. Während Pigmente eine charakteristische Eigenfärbung aufweisen, kann die Farbe eines gelösten Farbstoffs oder eines Komplexes auch von dem verwendeten Lösemittel abhängen. Einige gängige Farbstoffe sind im Folgenden zusammengefasst:

  • Zum Schreiben werden häufig blaue Triarylmethan-Farbstoffe (oft abgeleitet von Recorcin) wie Helvetia Blau oder Wasserblau verwendet, die eine gute Wasserlöslichkeit besitzen.

  • Für rote Tinten kann der Farbstoff Eosin verwendet werden.

  • Eine grüne Färbung erhält man über saures Indigotin.

  • Weiße, gut deckende Tinten beinhalten häufig die gleichen Pigmente wie Deckweiß.

  • Die bei Textmarkern verwendeten fluoreszierenden Farbstoffe leiten sich häufig von Fluorecein ab.

  • Für schwarze Tinten, die eine gute Deckkraft haben sollen, werden auch zahlreiche Pigmentfarbstoffe verwendet.

Moderne Eisengallustinten sind beispielsweise zweistufig aufgebaut. In der Flüssigkeit liegt Eisen (II)- sulfat neben Gallat farblos in Lösung vor, die dunkle Färbung wird durch einen ebenfalls löslichen dunklen Farbstoff erreicht. Beim Trocknen an der Luft wird das Eisen dann zu Eisen (III) oxidiert und es entsteht der tiefschwarz gefärbte Eisen(III)-Gallat-Komplex. Daher sind Eisengallustinten nach der Öffnung auch nur begrenzt haltbar.
 
Viele Geheimtinten basieren auf organischen Säuren, die bei Erhitzen die Zersetzung des Papiers an der beschriebenen Stelle beschleunigen, und dadurch als Erstes dunkel und damit sichtbar werden. Eine weitere Möglichkeit, die Schrift sichtbar zu machen, ist die Umsetzung mit Iod, wodurch die Inhaltsstoffe oxidiert werden und so hervortreten. Diese Methode wird auch in der Kriminaltechnik bei der Behandlung von Fingerabdrücken angewendet.
Ink-Jet-Tinten enthalten meist ausgesuchte, salzarme und zumeist lichtechte Farbstoffe. Bei der schwarzen Tinte wird von den großen Ink-Jet-Druckerherstellern meist ein Pigment (Pigment Black 7) statt eines Farbstoffes verwendet. Dieses besitzt dann eine ausgezeichnete Lichtechtheit, Wasserfestigkeit und Farbtiefe. Als Farbmittel können ebenfalls Direct Blue 199, Acid Yellow 9, Reactive Red 180, Acid Red 52, direkt Black 19, Pigment Black 7 verwendet werden. Bei den Farbangaben handelt es sich um die Nomenklatur aus dem Colour Index, einem internationalen Verzeichnis von Farbstoffen.

Tinte für den Füllfederhalter

7. Verwendung in der bildenden Kunst

Die ersten mit Tusche gezeichneten, künstlerischen Werke entstanden wahrscheinlich in China oder Japan. Dort entwickelten sich, neben der Tuschemalerei (jap. sumi-e) auf Papier oder Seide, auch die ersten Formen der Kalligrafie, also der künstlerischen Gestaltung von Schriftzeichen. In  Europa enthalten viele in mittelalterlichen Skriptorien entstandenen Werke Verzierungen und kalligrafische Schriftstücke in unterschiedlichen Farbtönen.

Da Tuschen im Unterschied zu Aquarellfarben in den Zeichengrund einziehen, entsteht eine eigene Form von Kontrasten zwischen dunklen Tuschepigmenten und hellem Zeichengrund. Im Vergleich zu festen Zeichenmitteln wie Kohle oder Graphit entfällt die Notwendigkeit einer späteren Fixierung auf dem Untergrund.

Gestaltung mit Tinte

8. Bedeutung in der Bestandserhaltung

Aufgrund der verbreiteten Verwendung von Eisengallustinte in der Vergangenheit sind die langfristigen Reaktionen zwischen Bestandteilen der Tinte und den verwendeten Schreibgründen von enormer Bedeutung für die Bestandserhaltung von Schriftstücken. Durch komplizierte chemische Reaktionen entstehen im Laufe der Zeit Schwefelsäure und freie Eisen (II)- Ionen, die Schreibgründe wie Papyrus oder Papier zersetzen können. In Anlehnung an den Säurefraß wird dieser Vorgang auch Tintenfraß genannt. Während als Gegenmaßnahmen hierzu in den letzten Jahrhunderten vor allem chemische Maßnahmen eingesetzt wurden (z. B. Nitrozellulose), konzentrieren sich moderne Methoden lediglich auf die schonende Neutralisation der Säure und auf die Wiederherstellung des Papiers (Papierspaltverfahren).

9. Von Eisengallus- Tinten bis zum Füllfederhalter und ein Fazit

Eisengallustinten waren lange in Gebrauch. Als jedoch ab 1750 die ersten Schreibfedern aus Metall Mode wurden, musste die Tintenrezeptur verändert werden: Die Salze der Tinte setzten den Stahlfedern so zu, dass sie schon nach kurzem Gebrauch rosteten. Mit dem 19. Jahrhundert begann die Zeit der Normen: Das deutsche Reichskanzleramt gab 1888 "Die Grundsätze für amtliche Tintenprüfung" heraus, die 1912 noch weiter ergänzt wurden.

Füllfederhalter sind praktischer und zuverlässiger als klecksende Federn. Die ersten Modelle kamen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den Markt. Füller waren zunächst noch recht umständlich und undicht, sie wurden mit einer Pipette betankt. Doch 1883 erfand Lewis E. Waterman ein neues Tintenleitsystem und setzte mit seinem Füllfederhalter „Waterman Regular“ Standards, die bis heute ihre Gültigkeit behalten.

Waterman fertigte 1927 die ersten Tintenpatronen, ihr System wurde jedoch erst ab 1960 weltweit gebräuchlich. Zuvor wurde bereits der Kugelschreiber erfunden, der nach dem Zweiten Weltkrieg zum stärksten Konkurrenten des Füllers wurde.

Heute ist eine breite Palette an Tinten für verschiedenste Einsatzmöglichkeiten erhältlich. Durch die Erfindung von automatisierten Systemen wie dem Tintenstrahldrucker wurden auch Tinten notwendig, die spezielle Eigenschaften wie freie Mischbarkeit (um unterschiedliche Farbtöne erzeugen zu können) und extrem schnelle Trocknungszeiten vereinen. Im Zeitalter von Computern und Druckern hat sich die Tinte sehr stark weiterentwickelt. Ihre Substanzen sind wissenschaftlich perfektioniert und genau auf die Funktionsweise des Tintenstrahldruckers abgestimmt. Als Basis dienen in der Regel synthetische lichtbeständige Pigmente. Bei Farb-Tintenstrahldruckern entstehen Kombinationen aus Cyan, Gelb, Magenta und Schwarz. Beim Tintenstrahl-Druckverfahren wird die Tinte auf 150 Grad Celsius erhitzt. Diese Temperatur muss sie aushalten, ohne sich zu zersetzen. Wichtig dabei ist, dass sich nach dem Druckvorgang keine festen Tintenbestandteile absetzen, die den Druckkopf zerstören könnten. Beim Druck ist die Menge und Flugrichtung der abgegebenen Tinte wichtig, sie richtet sich nach Zusammensetzung und Fließverhalten.

Fazit:

Auch in Zukunft wird es technische Weiterentwicklungen im Bereich Druck und Tinte geben. Dank diesem faszinierenden Stoffes war die Menschheit in der Lage, sich schneller zu entwickeln und exponentielle Wissenssprünge durchzumachen. Von den Anfängen im alten Ägypten bis zur Hightechtinte in modernen Druckerpatronen – die Tinte begann einen erstaunlichen Siegesfeldzug durch die Geschichte und machte weitere Entwicklungen dank komplexeren, niedergeschriebenen Gedankengängen erst möglich. Die wahre Tintenentwicklung bleibt jedoch von wenigen Firmen betrieben. Wie in allen Industriebereichen ist die Entwicklung mitunter der kostenintensivste Geschäftsbereich. Sie sollten sich vielleicht einen guten Füllfederhalter zulegen und die Tinte neu für sich entdecken, sie sieht gut aus und ein Füllfederhalter verbessert Ihre Handschrift.

Füllfederhalter
 

10. Tintenarten

10.1. Tinten mit löslichen Farbmitteln

Bei löslicher Tinte sind die Farbstoffe chemisch in dem jeweiligen Medium gelöst oder als Komplex gebunden. Vorteile sind eine leichte Handhabbarkeit, da die Farbstoffe nicht ablagern (sedimentieren) können und auch dünne Federn oder Düsen nicht verstopft werden. Nachteilig ist die oft nur geringe Lichtechtheit und Beständigkeit gegenüber Chemikalien.

Tinte auf Wasserbasis
Wasserlösliche Tinte wird vor allem für das Schreiben oder Markieren auf Papier eingesetzt, da wässrige Tinten nicht durch das Papier schlagen und es hierbei nicht mehr so auf die Trocknungsgeschwindigkeit ankommt. Wässrige Tinte trocknet wesentlich langsamer als Tinten auf Basis anderer Binde- und Lösemittel. Länder mit hoher Luftfeuchtigkeit ziehen daher für Anwendungen auf glatten Oberflächen Tinte auf Lösungsmittelbasis.

Eisengallustinte
Moderne Eisengallustinten sind zweistufig aufgebaut. In der Flüssigkeit liegt Eisen(||)- sulfat neben    Gallat farblos in Lösung vor, die dunkle Färbung (um den Schriftzug zu verfolgen) wird durch einen ebenfalls löslichen dunklen Farbstoff erreicht. Beim Trocknen an der Luft wird das Eisen dann zu Eisen (III) oxidiert und es entsteht der tiefschwarz gefärbte Eisen(III)-Gallat-Komplex. Daher sind Eisengallustinten nach der Öffnung nur begrenzt haltbar.
Aufgrund der verbreiteten Verwendung von Eisengallustinte in der Vergangenheit sind die langfristigen Reaktionen zwischen Bestandteilen der Tinte und den verwendeten Schreibgründen von enormer Bedeutung für die Bestandserhaltung von Schriftstücken. Durch komplizierte chemische Reaktionen entstehen im Laufe der Zeit Schwefelsäure und freie Eisen(II)-Ionen, die Schreibgründe wie Papyrus oder Papier zersetzen können. In Anlehnung an den Säurefraß wird dieser Vorgang auch Tintenfraß genannt. Während als Gegenmaßnahmen hierzu in den letzten Jahrhunderten vor allem chemische Maßnahmen eingesetzt wurden (unter anderem Nitrozellulose), konzentrieren sich moderne Methoden lediglich auf die schonende Neuralisation der Säure und auf die Wiederherstellung der Papierstabilität (beispielsweise durch das Papierspaltverfahren).

Lösungsmittelbasierte Tinte
Lösungsmittelbasierte Tinte wird vor allem für das Schreiben auf glatten Oberflächen (Glas, Folien) verwendet. Auf Papieren schlägt sie sehr stark durch und verläuft. Infrage kommende Lösungsmittel sind meist Ethanol und Ethylacetat, in seltenen Fällen Toluol und Xylol. Diese Lösungsmittel haben die Eigenschaft, sehr schnell und unabhängig von der Luftfeuchtigkeit zu verdunsten und somit schneller einen trockenen Film zu bilden. Mittlerweilewird von den deutschen Herstellern als Lösungsmittelbasis nur vergälltes Ethanol (Spiritus) verwendet, da dieses Mittel gesundheitlich am unbedenklichsten ist.
 

10.2. Tinten mit unlöslichen Farbmitteln

Pigmentierte Tinten
Pigmente können sich im Gegensatz zu den Farbstoffen nicht chemisch im Medium lösen, sondern sind lediglich aufgeschlämmt, besser noch dispergiert. Pigmentierte Tinten haben den Vorteil einer hohen Farbkraft, hoher Lichtechtheit, hoher Wasserfestigkeit und Chemikalienresistenz (dies ist vor allem von Bedeutung, wenn Tinte dokumentenecht sein soll). Als Nachteil ist jedoch zu erwähnen, dass Pigmente sich relativ rasch absetzen, weshalb die Pigmente in Tinten oft besonders stabilisiert werden. Je größer die Pigmentteilchen sind, umso schneller sedimentieren sie in der Regel. Bei Whiteboardtinten benötigt man besonders grobe Pigmente, damit beim Abwischen keine Pigmente zurückbleiben. Pigmente von Textmarkern sind dagegen besonders fein (0,1-0,4 Mikrometer).

Bei hellen Farbtönen (wie gelb, rot, orange) kann man farbstoffbasierte Tinten von pigmentierten leicht unterscheiden: Farbstoffbasierte Tinten sind im Gläschen im Gegensatz zu pigmentierten Tinten transparent (man kann durch die Flüssigkeit hindurchsehen). Bei dunkleren Farben (blau, violett, grün) erscheinen Farbstofftinten im Gläschen fast schwarz, pigmentierte Tinten haben im Gläschen die gleiche Farbe wie auf dem Papier.

Tusche
Das Wort tuschen für „schwarze Farbe auftragen“ wurde im 17. Jahrhundert aus (französisch) toucher „berühren“ entlehnt. Die Zusammensetzung von Tusche ist nicht einheitlich definiert und der Begriff rechtlich nicht geschützt. Für Zeichentusche existiert allerdings die Norm ISO 9957. Tuschen enthalten Farbmittel (Pigmente) und ein Bindemittel, das die Farbmittel gut auf dem Papier haften lässt. Dieses Bindemittel kann eine wässrige Lösung von Schellack sein oder aus wasserlöslichen Kunstharzen, meistens alkalisch gelösten (verseiften) Acrylharzen, bestehen. Mit Schellackseife können wasserfeste Tuschen hergestellt werden – diese Tuschen lassen sich mit einer Klinge vom Papier abschaben.

In der Tuschemalerei werden Künstlertuschen verwendet, die in der Regel aus feinem Ruß bestehen, der mit Schellackseife, Wasser und Stellmitteln versetzt wird. Die fernöstliche Tuschmalerei und Kalligrafie verwendet Stangentuschen, die auf einem speziellen Reibstein mit Wasser angerieben werden. Im Handel sind auch preisgünstige „Chinatuschen“ erhältlich, hierbei handelt es sich aber oft um farbstoffbasierte Tinten mit Acrylharz. Umgangssprachlich werden Aquarell- und Deckfarben mitunter als Tuschfarben bezeichnet.

10.3. Sonstige Tinten

Leuchttinte
Durch die Fluoreszenz des Farbkörpers ist die Färbung des Tintenstrichs besonders intensiv und wirkt als Leuchten der Tinte. Aus dem auffallenden Licht, insbesondere vom Tageslichtspektrum wird ein spezifischer Teil, oft des UV-Lichts durch das farbgebende System des Farbstoffes absorbiert und als sichtbares, langwelliges Licht wieder ausgestrahlt. Die Leuchttinte bringt so mehr sichtbares Licht als die Umgebung hervor, diese erscheint dadurch besonders farbig und leuchtend.

Geltinte
In den 1990er Jahren hat Geltinte immer mehr an Bedeutung gewonnen. Es handelt sich hierbei um meistens pigmentierte, wasserbasierende thixotrope Tinte, manchmal aber auch um farbstoffbasierende. Das Besondere an diesen Tinten ist ihr Fließverhalten. Geltinte weist ein strukturviskoses Verhalten auf: In Ruhe ist sie dickflüssig, wird aber unter Einwirkung von Scherkräften dünnflüssig. Bei Gelstiften erfolgt die Verflüssigung in der Spitze durch die Schreibkugel. Das macht sie besonders gut geeignet für den Einsatz von Pigmenten, welche in normalen (dünnen) Tinten zum Sedimentieren neigen. Pigmentierte Gele haben gegenüber den farbstoffbasierenden Gelen den Vorteil, dass die Schrift auf feuchtem Papier nicht ausblutet.
Seit Neuestem gibt es auch sogenannte Liquidgele. Diese Gele sind ähnlich aufgebaut wie die normalen Geltinten, sind aber wesentlich dünnflüssiger und beruhen meist auf Farbstoffbasis. Gegenüber den klassischen Gelen haben sie den Vorteil, dass sie weicher und flüssiger schreiben (more liquid), durch ihre niedrigere Viskosität besser ins Papier eindringen und somit weniger klecksen.

Geheimtinte
Als Geheimtinten werden Tinten bezeichnet, die entweder nicht sichtbar sind oder ihre Eigenschaften nach einiger Zeit ändern. Sie wurden früher auch sympathetische oder chemische Tinten genannt. Schon vor etwa 2000 Jahren waren Geheimtinten bekannt, die erst nach Behandlung mit Wärme sichtbar wurden (Milch). Auch Tinten, die lediglich mittels geeigneter Chemikalien „entwickelt“ werden können oder mittels spezieller Lampen sichtbar gemacht werden können, waren später üblich. Geheimtinten können als Teilgebiet der Steganographie, der geheimen Schrift, angesehen werden. Für einige Zwecke gab es später auch zunächst sichtbare Tinten, die nach einiger Zeit verschwanden oder die ihre Farbe änderten. Diese werden aufgrund ihrer Herkunft auch Damentinten genannt.

Viele Geheimtinten basieren auf organischen Säuren, die beim Erhitzen die Zersetzung des Papiers an der beschriebenen Stelle beschleunigen und dadurch als Erstes dunkel und damit sichtbar werden. Eine weitere Möglichkeit, die Schrift sichtbar zu machen, ist eine Reaktion mit Iod, wodurch die Inhaltsstoffe oxidiert werden und so hervortreten. Diese Methode wird auch in der Kriminaltechnik bei der Behandlung von Fingerabdrücken angewendet.

Dufttinte
Dufttinte ist nicht nur für Liebesbriefe geeignet. Diesen Tinten auf Wasserbasis für Füllfederhalter werden zusätzlich zu den Farbpigmenten Duftstoffe beigemischt. Sie verleihen jedem Brief eine persönliche Note. Häufig werden Lavendelduft in blauer Tinte und Rosenduft in roter Tinte verwendet. J. Herbin aus Paris beschäftigte sich bereits seit dem 18. Jahrhundert mit der Herstellung von Dufttinte und ist damit das älteste Unternehmen der Welt in diesem Gewerbe.

Tinte für Tintenstrahldrucker
Die Zusammensetzung von Tinten für Tintenstrahldrucker sind von Hersteller zu Hersteller verschieden, werden in der Regel geheim gehalten und sind an die jeweiligen Geräte und Düsen angepasst. Sie müssen einige technische Anforderungen erfüllen, denen sich die normale Tinte nicht stellen muss. So sollten sie nicht im Druckkopf eintrocknen, auf dem Papier jedoch vergleichsweise schnell abtrocknen. Die entsprechenden Werte für die Abtrocknungsgeschwindigkeit sind nur den Herstellern bekannt.

Für die meisten Drucker werden nachgebaute Patronen, Nachfülltinten oder nachgefüllte Originalpatronen angeboten. Aufgrund des großen Preisunterschiedes zwischen Original- und Nachfüllpatrone gehen die Druckerhersteller zur Sicherung ihres Absatzes oft juristisch (Patentrecht) oder mit Marketingmitteln gegen die teilweise namhaften Zweithersteller und Nachfüller vor. Man unterscheidet zwischen Piezo- und thermoaktiver Tinte.

Tintenexperiment

11. In der Tinte sitzen wie Struwwelpeter

Die Figur des Struwwelpeter ist allen aus den Kindergeschichten bekannt. Das Gefühl, in der Tinte zu sitzen, kennt auch jeder. Was aber hat diese Redensart mit der Kinderfigur zu tun?

"In der Tinte sitzen" ist eine beliebte Redewendung. Das Wort Tinte dient hier als Metapher für undurchsichtig, dunkel und schwer abwaschbar. Und wenn Sie da mittendrin sitzen, haben Sie Ärger am Hals.

Gemeint ist hier die Geschichte, in der drei freche Jungen einen "Mohren" (stereotypisch aus dem Mittelalter) wegen seiner dunklen Hautfarbe verspotten. Zur Strafe werden sie kopfüber in ein riesiges Fass voller Tinte gesteckt. Danach sind sie noch dunkler als ihr Mobbingopfer und müssen so nach Hause gehen. Auch diese Geschichte hat einen aktuellen Bezug zur Gegenwart.

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