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Was ist ein Toner?

Sie sind auf der Suche nach einem Drucker und müssen sich zwangsläufig zwischen einem Laser- oder Tintenstrahldrucker entscheiden. Hierbei verwendet ein Tintenstrahldrucker Tintenpatronen, wohingegen ein Laserdrucker mit Tonerkartuschen arbeitet. Nun steht natürlich die Frage im Raum: Was ist ein Toner? Grob kann gesagt werden, der Toner ist das Verbrauchsmaterial vom Laserdrucker. Ohne Tonerpulver könnten keine Zeichen und Bilder auf dem Papier entstehen. Hingegen nutzt ein Tintenstrahldrucker die Druckertinte, welche nicht mit dem Tonerpulver zu vergleichen ist. Doch um die Frage „Was ist ein Toner“ umfangreich zu beantworten, sollten Sie sich näher mit dieser beschäftigen.

Inhalt

1. Was ist ein Toner – Die Zusammensetzung
2. Die Anforderungen an Toner
3. Was ist ein Toner – Die verschiedenen Arten
3.1. Einkomponententoner
3.2. Zweikomponententoner
3.3. Transferflüssigkeit
4. Die Verarbeitung von Toner
5. Die wichtigsten Fakten zum Toner
5.1. Sauberkeit
5.2. Umweltaspekte
5.3. Gefahren für den Menschen
5.4. Entsorgung
6. Was sind die Unterschiede zwischen Toner und Tinte?
 
Was ist ein Toner?

1. Was ist ein Toner – Die Zusammensetzung

Ein Toner besteht aus sehr feinem Pulver, welches in 5 bis 30 µm grosse Teilchen aufgeteilt ist. Aufgrund der sehr kleinen Teilchengrösse ist das Pulver fliessfähig und verhält sich wie jede andere Flüssigkeit. Im Normalfall ist das Tonerpulver zusammengesetzt aus magnetisierbarem Metalloxiden, Kunstharz, Pigmenten und diversen Hilfsstoffen.

Selbstverständlich hat jeder Hersteller sein eigenes „Rezept“, doch die Grundstoffe sind oftmals identisch.


2. Die Anforderungen an TonerDie Abbildung zeigt Tonerkartuschen

Selbstverständlich sind die Anforderungen, welche an den Toner gestellt werden, sehr hoch. Zum einen muss das Druckergebnis überzeugen und durch Farben, Haltbarkeit und Qualität punkten. Besonders tiefe Schwärze und feine Graduierung ohne Schmutzeinwirkung sind entscheidend für die Qualität beim Drucken.

Hinzu kommen, dass der plastische Auftrag gering sein soll, da ansonsten zu viel Materialien an dem Toner haften bleiben. Hierbei ist nicht nur die Rede von dem Gerät selbst, wie der Fixiereinheit oder Trommeleinheit, sondern auch ausserhalb des Drucks. Sicherlich muss die Kartusche den technischen Anforderungen des Geräts gerecht werden.

Deswegen gibt es auf dem Markt passende Toner für jeden Drucker. Sie können nicht einfach irgendeinen Toner in Ihrem Drucker verwenden. Sie müssen auf die genaue Kennzeichnung achten. Tonerpulver darf auch keine Feuchtigkeit aufnehmen, sodass die Konsistenz bis zur Verwendung konstant bleibt.


3. Was ist ein Toner – Die verschiedenen Arten

Hier erfahren Sie mehr über die verschiedenen Toner-Arten, um die Frage, Was ist ein Toner? aufzuklären.


3.1. Einkomponententoner

Ein beliebter Toner, welcher häufig zum Einsatz kommt, ist der Einkomponententoner. In seinen Partikeln sind magnetisierbare Zusätze enthalten, welche für den Aufbau einer sogenannten Tonerbürste wichtig sind. Insofern richtete sich an dem Magnetfeld des feststehenden Magnetkerns der bekannten Entwicklerwalze aus.

Durch die Reibung der Hülle wird diese negativ statisch aufgeladen. Nun berührt diese Bürste die Photoleitertrommel. Aus der Bürste heraus wandern jetzt die Tonerteilchen beim Kopierprozess auf die Phototrommel. Der Vorteil bei dieser Tonerart ist die einfache Wartung. Insoweit müssen Sie nur einen Toner austauschen, wenn dieser leer ist. Allerdings hat der Einkomponententoner einen höheren Preis gegenüber vergleichbaren Modellen.

Da der bereits enthaltende Entwickler Farben verfälschen würde, gibt es Einkomponententoner oftmals nur in Schwarz.


3.2. Zweikomponententoner

Bei der Frage „Was ist ein Toner“ treffen Sie auch auf den Zweikomponententoner. Hier sind der Entwickler und der eigentliche Toner getrennt. In den meisten Fällen kommt feine Eisenpartikel als Entwickler zum Einsatz. Diese werden nicht auf das Papier aufgetragen, sodass sie auch nicht verbraucht werden.

Der Zweikomponententoner wird meist für Kopierer und Digitaldruckmaschinen mit Farbtoner genutzt, da der übertragbare Entwickler somit nicht für Farbfehler sorgen kann, wie es beim Einkomponententoner der Fall ist. Früher mussten Sie den Entwickler beim Tausch der Entwicklereinheit extra einfüllen. Bei den neuen Systemen ist die Entwicklereinheit bereits enthalten. Insofern muss nur noch der eigentliche Toner über Patronen zugefügt werden.

Bei kleinen System, wie einem Laserdrucker, wird der Entwickler beim Tonerwechel mit ausgetauscht. Gerade die Mischverhältnisse beim Zweikomponententoner sind sehr wichtig. Wird zu viel Entwickler zugeführt, kann die Photoleitertrommel beim Druckprozess beschädigt werden. Deswegen führen moderne Geräte diesen automatisch zu.


3.3. Transferflüssigkeit

Fälschlicherweise wird Transferflüssigkeit auch gerne als Flüssigtoner bezeichnet, doch eigentlich enthält er dispergierte Farbpartikel. Das bedeutet, die belichtete Trommel dreht sich durch die Transferflüssigkeit und nimmt den Toner in diesen Schritt auf. Die Qualität ist bei der Transferflüssigkeit wesentlich höher, da die Tonerpartikel zum Teil weniger als 1 µm gross sind. Ein gutes Beispiel für diese neue Form ist die Technologie von HP Indigo. Eine nachträgliche Fixierung ist bei der Transferflüssigkeit nicht notwendig.

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4. Die Verarbeitung von Toner

Die ABbildung zeigt Kartuschen für einen LaserdruckerIn der modernen Technik gibt es zwei Wege, wie Sie Toner verarbeiten können. Beliebt ist das Auftragen auf das Medium. Insofern wird der Toner auf die mit etwa 5 Kilowatt aufgeladene Photoleitertrommel aufgetragen. Nun werden die Tonerteilchen durch die elektrischen Kräfte auf das stärker aufgeladene Papier übertragen, welche an der Trommel vorbeiläuft. Mit einer Hitzewalze werden die kleinen Teilchen jetzt auf dem Papier festgeschmolzen. Es wird dann vom Fixieren gesprochen.

Anders ist es bei der Transfertechnik. Da der Toner mithilfe von Hitze auf dem Papier fixiert wird, kann dieser auch so wieder gelöst werden. Dieses Verhalten können Sie bei der Tonertransfermethode entdecken. Oftmals wird auf spezielle Folien oder Papier gedruckt, welche den Toner nicht zu fest haften lassen. Nach dem Ausdruck kann das Tonerbild von diesem Träger gelöst werden. Dazu kommt ein simples Bügeleisen oder ein Laminiergerät zum Einsatz.

Sie können das Druckbild bei der Transfertechnik dann auf T-Shirts, Metallplatten oder kupferkaschierte Platinen übertragen.


5. Die wichtigsten Fakten zum Toner

Natürlich müssen Sie auch einen Blick auf die Handhabung werfen, wenn Sie die Frage „Was ist ein Toner“ geklärt haben wollen. Es gib vier grosse Punkte, die bei der Handhabung wichtig sind: Sauberkeit, Umweltaspekte, Gefahren für den Menschen und die Entsorgung von dem Lasertoner.
 


5.1. Sauberkeit

Durch das besonders feine Pulver hat Toner eine hohe Schmutzwirkung. Deswegen wird dieser oftmals in Form eines Einkomponententoners verkauft. Möchten Sie Ihren Laserdrucker oder andere Geräte reinigen, welche mit Tonerstaub in Kontakt gekommen sind, müssen Sie einen speziellen Tonerstaubsauger verwenden. Dieser kann auch die extrem feinen Tonerpartikel auffangen und beseitigen.


5.2. Umweltaspekte

Toner ist kein harmloser Stoff, wenn er nicht auf Papier geschmolzen ist. In seiner rohen Form sollten Sie nicht in direkten Kontakt zu dem Toner kommen. Selbstverständlich macht es nichts aus, wenn Sie einmal den Toner berühren, doch dauerhafter Kontakt kann krebserregend sein. Deswegen arbeiten Sie immer sehr vorsichtig mit dem Toner, damit Sie die Umwelt und sich nicht belasten.


5.3. Gefahren für den Menschen

Toner verursacht Feinstaub und hat deswegen den Ruf gesundheitsschädlich für den Menschen zu sein. Es ist klar, dass Sie den feinen Tonerstaub nicht einfach einatmen sollten. Nutzen Sie deswegen einen Feinstaubfilter, welcher den feinen Staub zurückhält. Atmen Sie den Toner ungehindert ein, kann dies zu Schäden der Lunge führen. Auch gerötete Augen, Atmemprobleme oder Allergien können auftreten.


5.4. Entsorgung

Das Gesetzt schreibt eine umweltgerechte Entsorgung der Tonerkartuschen vor. Sie können kostenlos die leeren Tonerkartuschen zum Hersteller zurückschicken, welcher diese entsorgt. Auch die Abgabe bei speziellen Händlern ist möglich. In den Hausmüll gehört die Tonerkartusche auf keinen Fall. Besonders praktisch ist es, wenn Sie einen Anbieter finden, welcher die alten Tonerkartuschen kauft. Je nach Tonermodell können Sie mit guten Preisen rechnen. Somit erhalten Sie sogar noch Geld für Ihre alten Toner. Recycelt werden können diese auch, denn in vielen Fällen kann eine alte Kartusche mit neuem Tonerpulver befüllt werden.


6. Was sind die Unterschiede zwischen Toner und Tinte?Die Abbildung zeigt Toner

Sicherlich kommt nicht nur die Frage „Was ist ein Toner“ auf, sondern auch wo die Unterschiede zu der Druckertinte liegen. Die Unterschiede der beiden Verbrauchsmaterialien können am einfachsten verdeutlicht werden, wenn Sie diverse Punkte miteinander vergleichen.

Geeignet für: Tinte ist eher für wenige Drucke im Monat gedacht, wobei Sie mit dem Lasertoner viele Seiten bedrucken können.

Farben: Tinte hat recht helle und leuchtende Farben, wobei Toner durch mattere Farben punktet.

Trocknungszeit: Bei Toner treffen Sie auf keine Trocknungszeit, doch bei Tinte müssen Sie lange warten.

Haltbarkeit: Patronen sind nicht gerade lange haltbar, da die Tinte eintrocknet und somit unbrauchbar wird. Anders ist es bei den Tonerpartikeln, da diese nicht austrocknen können.

Druckgeschwindigkeit: Ein Tintenstrahldrucker arbeitet eher langsam und behäbig, wohingegen die Druckermodelle mit Laser schnelle Ergebnisse liefern.

Nachfüllen: Sie können Tintenpatronen ohne Probleme nachfüllen, bei den Toner ist dies nicht zu 100 Prozent zuverlässig.

Anschaffungskosten: Eine Tonerkartusche ist meist recht teuer, im Gegensatz zu der günstigen Tintenpatrone. Wegen der Menge an befüllten Tonerpulver sind die Druckkosten und Seitenpreise pro gedruckter Seite bei Toner jedoch wesentlich geringer.

Seitenzahl: Zwar sind die Ausdrucke bei Toner teurer, doch Sie können viel mehr Seiten bedrucken, als es mit der Tinte möglich wäre.

Gesundheit: Bei Tinte besteht kein gesundheitliches Risiko, jedoch ist eine mögliche Belastung der Umwelt bei falscher Entsorgung möglich. Bei der Kartusche hingegen können Sie den Tonerstaub einatmen, was aber durch einen Feinstaubfilter verhindert wird. Ebenso kann ein Resttonerbehälter überschüssiges Tonerpulver auffangen.

Papier: Nicht jedes Papier kann von Tinte und Toner verwendet werden. Toner hat oftmals, durch die hohe Hitze, Probleme mit Beschichtungen, wobei bei manchen Papiersorten die Tinte nicht haften bleibt.


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